Umzug

Angefangen hat es mit einem Wunsch. Stefan braucht ein neues, mit weniger Aufwand wartbares, Design für seine Website. Beim erstellen neuer Seiten wurden mir die Grenzen meines HTMLTemplates, welches vor einiger Zeit mein damaliges in die Jahre gekommenes Design abgelöst hatte, nur allzu oft aufgezeigt und der damit einhergehender Ärger und Frust stiegen stetig. Also wurde überlegt was man tun könnte und nach einiger Zeit der Entschluss gefasst das ganze über ein CMS zu lösen.

Ein Blick auf die aktuellen Tarife meines langjährigen Webspace-Providers* hatte durchaus etwas positives zu bieten, denn bereits im günstigsten Privattarif ist die Möglichkeit gegeben ein solches zu installieren. Bleibt die Qual der Wahl welches und wie so oft macht eine große Auswahl die Entscheidung nicht unbedingt einfacher. Die Tatsache, dass mein Blog, das vor Jahren in einem der ersten sozialen Netzwerke, die man damals noch anders nannte,  zum Leben erweckt wurde, inzwischen umgezogen ist, hat dazu geführt, dass es durchaus eine favorisierte Option gab. Die Plattform hat sich von einem reinen Blogging-Diest zu einem brauchbaren CMS weiterentwickelt, also war nur noch das Finanzielle zu prüfen. Durch die Möglichkeit sich für mehrere Jahre zu binden und einen damit verbundenen großzügigen Rabatt zu genießen, ist der Spaß dann auch erschwinglich. Mit dem vorbildlichen E-Mail-Support wurde die Art und Weise des bestmöglichen Umzuges geklärt was dann leider schlussendlich zu einer kleinen Ernüchterung geführt hat. Denn obwohl mein Blog als auch das CMS vom gleichen Anbieter* sind, wurden zwar die Texte 1 zu 1 übernommen, u. a. bei den Formatierungen war allerdings ein Feintuning nötig. Auch mit der Verlinkung des Blog und generell beim Umstieg auf ein neues Design mussten noch einige Hürden genommen werden, was aber schlussendlich gelungen ist.

Et voilà, die Website erstrahlt ab sofort in neuem (böse Zungen würden behaupten endlich mit einem) Glanz. Zusätzlich ist sie mit dem Weblog zu einer Einheit verschmolzen, was ich auch positiv sehe, denn es spart Arbeit, Zeit und Festplattenplatz, weil jetzt alles im Web erledigt wird. Mein lokal installierter HTML-Editor ist also ab sofort obsolet und kann weg. Ein regelmäßiges Backup werde ich trotzdem machen, denn man weiß ja nie…

Nach einer gewissen Einarbeitungszeit, könnte es sein , dass das Ganze noch etwas erweitert wird. Wir werden sehen…
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„Ich mache, was ich will, was mir gefällt und wie es mir gefällt. Von dieser Einstellung getragen, wurde es immer besser.“

Michael Cretu, rumänischer Komponist, Konzertpianist, Musiker, Produzent, Sänger (* 1957)

Blog Classics: Aus zwei mach einen – Neo ist inzwischen Pizzabäcker

Den Umstand, dass heute der Klassiker Matrix in einem der ältesten Kinos von Karlsruhe läuft, habe ich passenderweise zum Anlass genommen mal wieder etwas zur Kategorie Classics beizusteuern. Es sind somit auch gleich zwei alte Blogeinträge aus dem Blogarchiv verschwunden. Bei den Recherchen zu dieser Wiederveröffentlichung, ist mir dann noch eine Website aufgefallen, die es auch in die Linksammlung geschafft hat:

Als ich gestern meinen Briefkasten geleert habe, war außer dem unnötigen Papierkram, der meist ungelesen im Papierkorb verschwindet, die Werbung eines neuartigen Pizzaservices dabei: „Matrix-Pizza„. Als Kenner und Fan dieser Trilogie fragt man sich dabei doch sofort, ob man da auch tatsächlich etwas geliefert bekommt oder ob einem per Gedankenübertragung nur vorgemacht wird eine Pizza geliefert zu bekommen. Wenn das bezahlen dann allerdings auch so abläuft und man hinterher kein Hungergefühl mehr hat, dann wäre das eine perfekte Methode um abzuspecken 🙂 Das wird in den nächsten Tagen einfach mal ausgetestet.

Zusätzlich sei erwähnt, dass sich seit dem Jahre 2011 ein Link zu einer Website in meiner Sammlung befindet, die sich mit der kompletten Story, welche ja über die drei Kinofilme hinausgeht, befasst. Die letzten News sind zwar aus dem Jahre 2008 aber meines Erachtens hat die Website trotzdem einiges Interessantes zu bieten.

Um das Ganze abzurunden, bin ich die komplette Liste einmal durchgegangen und habe leider einige inzwischen tote Links entfernen müssen. wünsche aber trotzdem weiterhin viel Vergnügen damit.
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„Es gibt keinen Löffel.“

Keanu Charles Reeves, kanadischer Schauspieler als „Neo“ im ersten Teil „Matrix“

Underdogprobleme oder warum (m)ich Nina nicht mag

Die zur Zeit populärste App unter den Katatstrophenwarnern ist wohl NINA. Mit dieser vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe veröffentlichten App kann jeder Smartphonebesitzer laut Informationen auf der offiziellen Website „wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einem Großbrand erhalten. Optional auch für den aktuellen Standort. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.“

Moment, habe ich tatsächlich jeder geschrieben? Das war eine glatte Lüge, denn eine bestimmte Minderheit (nämlich die Windows Phone- bzw. Windows 10 Mobile-  wie ebenso die Blackberry-User und die Benutzer sonstiger unpopulärer bzw. bussinessorientierter Handybetriebssysteme) wird mal wieder ausgeklammert. Da muss man sich doch fragen, ob diese Bevölkerungsgruppe Menschen zweiter Klasse sind. Normalerweise sollten sich doch Behörden und sonstige staatliche Stellen um alle Teile der Bevölkerung gleichermaßen bemühen, gerade in Zeiten in denen bereits Stimmen laut werden das Smartphone als Grundrecht des Menschen zu etablieren.

Die offizielle Begründung liest sich wie folgt und kommt einem dann doch irgendwie seltsam bekannt vor:

Die Mehrzahl der in Nutzung befindlichen Smartphones und Tablets werden mit Android oder iOS betrieben. Daher wurde die App im ersten Entwicklungsschritt nur für diese Betriebssysteme entwickelt. In Zukunft werden möglicherweise weitere Betriebssysteme unterstützt.

Die Mehrheit der Dienstanbieter, die sich – nennen wir das Kind mal beim Namen – die Kosten für eine nur von wenigen Peronen genutzte App sparen möchten, bemüht ebenfalls die geringen Downloadzahlen um das Fehlen einer offiziellen App zu rechtfertigen.  Bei profitorientierten Unternehmen ist das betriebswirtschaftlich ja sogar noch nachvollziehbar, aber wenn staatliche Stellen, die sich unter anderem aus den Steuern eben dieser ausgeklamerten Personen finanzieren, es inzwischen ebenso begründen, gibt mir das zu denken. Interessanterweise existiert bereits eine – komplett kostenlose und werbefreie – privatwirtschaftlich finanzierte  App, die es immerhin auch für Windows Phone sowie Windows Mobile gibt. Auf der Website dieses Projektes gibt es die Möglichkeit sich per SMS zumindest eingeschränkte Informationen zusenden zu lassen. Auch diese Möglichkeit ist bei NINA nicht gegeben. Stattdessen wird man auf ein Webangebot verwiesen auf dem das komplette Angebot inkl. Unwetter- und Hochwasserwarnungen im HTML-Format  zur Verfügung gestellt wird.

Da fragt man sich doch wirklich ob man sein Windows-Phone bei der nächsten Steuererklärung absetzen kann…

 

Blog-Classics: Ein neus Jahr! Ein neues Glück?

Den Jahreswechsel habe ich zum Anlass genommen einen älteren Blogeintrag – dieses Mal aus dem Jahr 2008 – zu veröffentlichen, bitteschön:

Der Jahresanfang hielt einiges an neuem für mich bereit. Zum ersten hat meiner Einer am 2. Januar 2008 die Arbeit bei seinem neuen Arbeitgeber begonnen. Zum zweiten ist der Nebenjob im CO2-Discopark Geschichte.

Dieses Wochenende wurde mir bewusst, dass diese Veränderungen durchaus positiv waren. Es hat schon einiges für sich, wenn man jeden Tag weiß wo man arbeitet und nicht wie auf heißen Kohlen auf einen Anruf des Arbeitgebers warten muss. Wenn der Job dann auch noch Spaß macht wie in diesem Fall – was gibt’s besseres?

Die Tatsache, dass es am Wochenende nicht mehr zur Arbeit geht, bescherte mir mal wieder die Möglichkeit bis um 23 Uhr auf dem Eis zu stehen. Der Muskelkater hält sich entgegen meinen Erwartungen sogar in Grenzen. Heute freue ich mich bereits auf das Eislaufen in Stuttgart zu dem ich gestern Abend noch eingeladen wurde. Schön, wenn man mal wieder „rumkommt“.

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„Nichts ist dem wahren Glück so sehr im Wege, wie die Gewohnheit, etwas von der Zukunft zu erwarten.“

Leo N. Tolstoj, russischer Schriftsteller

Bitte kein Rennen!

Vom 14. bis 16. Februar ging es dieses Jahr wieder nach Österreich zum Wiener Eistraum. Zusätzlich zu den üblichen Mitreisenden waren auch dieses Mal wieder Erstbesucher dabei. Am Samstagmorgen zu unchristlicher Zeit holte man mich von zu Hause ab und nach einer kleinen Runde Koffertetris wurde die Fahrt zum P+M-Parkplatz angetreten, wo man sich traf um dann gemeinsam die Fahrt in Richtung Stuttgart anzutreten. Wichtig zu erwähnen wäre noch, dass die Partie leider verloren ging, Silke sich aufopferungsvoll meines Koffers annahm und ihn auf den Schoß zum Parkplatz transportierte, wo er glücklicherweise in einer großen Familienkutsche noch einen Platz fand. In einem Vorort von Stuttgart gaben wir die Autos in die Obhut eines Flughafen-Shuttle-Services der uns sicher zum Flughafen brachte. Nach dem Einchecken, den Sicherheitskontrollen, die dieses Mal ohne größere Probleme abliefen, und der üblichen Wartezeit bis zum Boarding, saßen wir dann irgendwann glücklich im Flieger und hatten einen angenehmen Flug ohne größere Turbulenzen,

Nach der Landung in Wien nahmen wir unser Gepäck in Empfang und kamen nach der üblichen Bahnfahrt mit Umstieg am Praterstern in unserem Hotel an. Unsere Zimmer waren wie gewohnt noch nicht bezugsbereit, da wir ziemlich früh im Hotel ankamen. Deshalb machten wir uns auf den Weg zur Eisfläche. Dort trafen wir dann auch gleich einige bekannte Gesichter, die sich in anderen Hotels bzw. Unterkünften niedergelassen hatten. Das Eislaufen war trotz Müdigkeit doch angenehm, weil das Wetter sehr gut mitspielte. An allen drei Tagen war das Wetter klasse, fast schon zu warm, obwohl wir das auch schon schlimmer erlebt hatten. Die Freunde über den regelmäßigen Richtungswechsel auf einer der großen Eisflächen war auch allen anzumerken, weil wir das in unserer Stamm-Eishalle doch sehr vermissen. Nur die DJs der Eisdisco sorgen dankenswerterweise ab und zu für etwas Abwechslung was die allgemeine Fahrtrichtung anbelangt. Aber zurück zum Thema. Nach ausgiebiger Nutzung des Angebots, wurde am Abend um 22 Uhr noch im Café Einstein gespeist und danach waren wohl alle froh um ihre verdiente Bettruhe.

Eistraum2015

Am nächsten Morgen teilte sich die Gruppe in Hardliner und *zensiert* auf. Einige waren also bereits nach dem reichhaltigen Frühstück im Hotel wieder auf dem Eis, während der Rest im Laufe des Tages dazu stieß. Die Mittagspause wurde in der dortigen Almhütte verbracht und sich für den Nachmittag gestärkt. Der Tag brachte auch einige mehr oder weniger erwähnenswerte Erlebnisse mit sich. Der erstmals auf dem Eistraum zu findende CitySkyLiner bescherte uns aus 80 Metern Höhe einen schönen Blick über die Umgebung und man sah – begünstigt durch das herrliche Wetter – auch sehr weit. Der Verfasser dieses kleinen Reiseberichtes wurde von einer asiatischen Besucherin angesprochen und durfte sich als Hobbyfotograf in einem improvisierten Fotoshooting mit der selbigen versuchen, was die anderen Mitreisenden sehr zu belustigen schien.

Am Abend war die Atmosphäre wie üblich herrlich und es standen einige Gruppenaktivitäten auf dem Programm, welche die Ordner mehrfach auf den Plan riefen und man von diesen Kommentare wie „Bitte kein Rennen!“ vernehmen konnte. Trotz alledem ließen wir uns den Spaß nicht verderben und man hat sich schließlich mit uns arrangiert bzw. unsere Aktivitäten geduldet, weil sehr selten Gefahr für Leib und Leben bestand. Als der Eistraum um 22 Uhr seine Pforten schloss, machten wir uns alle auf den Weg in unsere Unterkünfte und wahrscheinlich fielen die meisten recht erschöpft in die Federn.

Am Montagmorgen wurde nach dem Frühstück gepackt, aus dem Hotel ausgecheckt, die Koffer deponiert und zum letzten Mal die Eisbahn angesteuert. Auch diesem Tag war das Wetter sehr schön, so dass man die letzten Stunden auf dem Eis genießen konnte. Leider hieß es dann am späten Nachmittag bereits wieder die Pferde zu satteln und in Richtung Flughafen aufzubrechen. Nach einem ebenso angenehmen Rückflug wurden nach der Ankunft auf dem Parkplatz des Shuttle-Services die Autos vom Eis befreit und die Heimfahrt zum bereits erwähnten P+M-Parkplatz angetreten, wo sich die Gruppe dann voneinander verabschiedete und sich alle auf die Nacht im eigenen Bett freuten.
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„Ich habe keine Probleme damit mich zum Deppen zu machen, solange es nicht peinlich wird.“

Thomas Gottschalk, deutscher Entertainer, Moderator und Schauspieler

Blog-Classics: Ein Blogeintrag von 2011, aktueller denn je? – Gedanken

Niemals hätte ich gedacht, dass einem ein geregelter Job (oder sind es doch die sozialen Netzwerke bzw. andere Verpflichtungen?) so vereinnahmen kann, dass man nicht mehr die Zeit und Muse findet seinen Blog zu pflegen. Nachdem nun seit meinem letzten Eintrag über ein Jahr ins Land gegangen ist, gibt es wieder einen Beitrag in der Kategorie Blog-Classics:

Jede dritte Ehe geht kaputt. In Großstädten nähert sich die Quote schon 50 Prozent. Fast die Hälfte der 2009 geschiedenen Paare hatten minderjährige Kinder. Mehr als 50 Prozent aller Scheidungen reichen Frauen ein.
(Quelle: Freizeit Revue)

Diese kurze Passage fand ich Wert ihr einen Blogeintrag zu widmen. So hat meine Wenigkeit doch mal wieder eine schriftliche Bestätigung dafür was ich schon länger predige und doch immer wieder abwertende Worte und Blicke dafür ernte. Es unterstreicht einmal mehr die Tatsache, dass es doch an mehreren Stellen unserer Gesellschaft ernsthaft krankt. Die Frage ist jetzt nur, ob das tatsächlich niemandem auffällt oder alle eben den vermeintlich einfachsten Weg gehen und mit dem Strom schwimmen. Vermeintlich deshalb, weil es bei näherer Betrachtung doch wohl um einiges beschwerlicher ist eine Patchworkfamilie zu managen als die (und ich verwende das Wort bewusst) spießige Variante. Zusätzlich sei erwähnt, dass es mir an diesem Wochenende vergönnt war solche Verhältnisse mit großem Entsetzen meinerseits einmal live zu erleben.

Ok, wenn man(-n) oder auch Frau sich nicht in ihrer bzw. seiner Freiheit beschneiden lassen möchte, dann sollte es doch zumindest möglich sein dafür zu Sorgen, dass nicht am Ende die Kinder die Leidtragenden sind. Wo bewegen wir uns hin, wenn man mal davon ausgeht, dass die Kinder von den Eltern lernen und das vorgelebte dann weiter so praktizieren? Da kann man doch nur besorgt in die Zukunft blicken. Harren wir der Dinge die da kommen werden.


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„Natürlich hauen Romney und ich uns auch mal verbal die Köpfe aneinander.
Das finde ich besser, als wenn sich Paare jahrelang «Herzchen» und «Liebchen» nennen, und eines Tages sagt einer von beiden: «Ich liebe dich nicht mehr.»“

Marius Müller-Westernhagen, deutscher Musiker, Schauspieler und Sänger

Blog-Classics: Er lief gestern wieder auf Pro 7…I’m CEO, B*tch!

Die Tatsache, dass gestern The Social Network auf Pro7 lief, habe ich zum Anlass genommen einen neuen Beitrag in der Rubrik Blog-Classics zu veröffentlichen, bitteschön:

Einem Schnäppchen, welches meiner Einer bei einem großen Online-Versandhaus machen konnte, verdanken wir nun einen weiteren Blogeintrag. Zugleich nenne ich meine erste Blue-ray-Disc mein Eigen.

Bereits damals im Open-Air-Kino, als ich den Streifen zum ersten Mal sah, hat er mich sofort begeistert. In den zwei Stunden Spielzeit wurde die Handlung keinen Moment langweilig oder langatmig. Der Film ist temporeich und spannend, obwohl er fast gänzlich ohne Action auskommt. Beim durchsehen der Extras auf der zweiten Scheibe (die verwendeten Filmausschnitte sind alle im Originalton) fiel mir auf, dass man sich bei der Übersetzung der Schluss-Szene schon etwas mehr Mühe hätte geben sollen. Meines Erachtens wird die Szene dadurch vom Zuschauer anders interpretiert.

Wer etwas mehr darüber erfahren will, dem möchte ich einen meiner Meinung nach sehr guten Artikel ans Herz legen. Vielleicht kann sich dann der ein oder andere denken, warum ich den Film mag.

Aktuelle Ergänzung: Bei der Fernsehfassung wurde die Synchronisation bzw. die Übersetzung inzwischen überarbeitet. Hat man mich nun erhört oder haben sich etwa noch einige mehr beschwert? Wir werden es wohl nie erfahren…

Michael Krebs‘ Meinung u. a. zu sozialen Netzwerken:

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„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“

Konrad Adenauer, deutscher Politiker und erster Bundeskanzler der BRD

Blog-Classics: Tristesse des Alltags

Mir viel auf, dass es mal wieder Zeit wäre für einen Blogeingtrag. Zudem beginne ich heute mit etwas, das ich schon länger plane. Nämlich hier immer mal wieder ältere Blogeinträge des Blog 1.0 bei KWICK! zu veröffentlichen. Die Rubrik habe ich Blog-Classics getauft – originell, oder nicht? Bitteschön, hier ein ehemaliger Blogeintrag, erstellt kurz nach dem Eislaufsaisonende im Eistreff Waldbronn aus dem Jahr 2011:

Nachdem nun der Eistreff vor einiger Zeit sein Pforten schloss um den Frühling willkommen zu heißen, hat man wieder Zeit sich anderen Dingen zu widmen. Also hat sich meiner Einer wieder auf ein Buch gestürzt. Es war das erste von mehreren einer Buchreihe. Die Tatsache, dass es innerhalb drei Tagen gelesen war, brachte mich zum Entschluss die restlichen auch in Angriff zu nehmen. Dietmar Wischmeyers Logbuch behandelt den Alltag, den wir alle tagtäglich erleben und seinen kleinen und großen Ärgernissen oder sonstigen Dingen, die einen fast in den Wahnsinn treiben. Nichts, auch nicht das kleinste Detail wird ausgelassen. Und zugegebenermaßen erkennt man sich in einigen Dingen selbst wieder. Zusätzlich sind unter jedem der Texte, von denen kaum einer länger als zwei Buchseiten ist, kurze Gedanken von Kassowarth von Sondermühlen, einer fiktiven Figur des Autors, notiert. Wer allerdings nicht damit umgehen kann, wenn mal einer kein Blatt vor dem Mund nimmt, sollte dieses Buch meiden. Wen das aber nicht stört, wird denselben Spaß daran finden wie ich ihn hatte und bereits mit dem Nachfolger habe. Für alle Interessierten hier ein Textauszug:

Quelle: Eine Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten

Was ist es eigentlich, das uns täglich runterzieht und verzweifeln lässt: Es ist die ständige Wiederkehr des Banalen: das Brötchenschmieren, das Staubsaugen, das Tanken. „Wie oft“, fragen wir uns, wenn wir wieder mal an Säule 4 glasig in die Ferne starren, „wie oft muss ich hier noch stehen in meinem Leben?“ Das kann doch nicht alles gewesen sein auf Erden: an Säule 4 stehen und den Rüssel in den Fiesta halten? Doch wenn wir an der Kasse sind, wissen wir nicht einmal mehr, welche Säule es war: Tücke des Banalen, Tristesse des Alltäglichen. Das ganze Leben scheint angefüllt mit Handlungen aus dem Baukasten der Langeweile, die sich zu den immer gleichen Mustern Tag für Tag verknoten: Müll an die Straße stellen, Kontoauszüge abheften, Milchtüten aufreißen, und immer wieder tanken – doof an den Säulen stehen und in die Ferne starren. Immer den selben Satz lesen: „Bei Scheckbezahlung wird eine Gebühr von DM 0,50 erhoben.“ Hilfe, lasst mich hier raus! Um uns herum steht ein Zaun aus Geboten: „Bevor man auf die Straße geht, zieht man sich eine Hose an.“ – „Wenn die fette Pickelvisage aus der Tür guckt, sagt man ‚Guten Morgen, Frau Kleinert’.“ – „Steht der Zeiger auf ROT, dann muss man wieder volltanken.“ – Jeden Tag dieselbe Strecke ins Büro fahren. Da liegt schon seit drei Jahren ein modriger Teppichrest im Garten, vorm Baumarkt stehen Aluleitern und Betonmischer, an der Bushaltestelle: „Katrin, ich libe dich.“ – nur mit einfach „i“. Zwischen Zubringer und Finkenweg lohnt sich das Hochschalten in den Vierten eigentlich nicht, aber im Dritten ist es immer so laut. Man möchte sich halt beschäftigen und nicht nur bei heulender Maschine warten, bis der verfickte Finkenweg endlich kommt. Noch immer gibt es traumhafte Orte auf dieser Erde, Palmenstrände und endlose Wälder mit vielen Bächen, und wo sind wir jeden Tag? Im Finkenweg. Angesichts der Endlichkeit unseres Lebens gibt es eigentlich keine Rechtfertigung dafür, auch nur eine Sekunde davon in diesem widerwärtigen Drecks-Finkenweg zu vergeuden. Und doch zieht es uns magisch jeden Tag in diese städtebauliche Beleidigung, weil uns irgend jemand eingeflüstert hat, wir müssten einen Beruf ausüben, um zu leben. Und ein anderer hat uns gesagt, Filialleiter bei Fliesen-Heydrich sei ein ganz feiner Beruf, da könne man’s wohl aushalten. (…) Bonjour Tristesse. Gute Nacht allerseits.


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„Wer einen Tag lang gelebt hat, hat ein Jahrhundert gelebt: dieselbe Sonne, dieselbe Erde, dieselbe Welt, dieselben Empfindungen; nichts gleicht dem Heute so sehr wie das Morgen.“

Jean de la Bruyère, französischer Philosoph und Schriftsteller

Vienna calling – again

Vom 09.02. bis 11.02 waren wir bereits zum vierten Mal beim Wiener Eistraum zu Gast. Es hieß auch dieses Mal wieder mitten in der Nacht aufzustehen, weil wir zum einen ein recht frühen Flug gebucht hatten und wir aufgrund der doch etwas bescheidenen Witterungsverhältnisse einen großen Zeitpuffer eingeplant hatten. Trotz all dieser Widrigkeiten, brachte man mir – also zumindest Micha – dieses Jahr viel Vertrauen entgegen und ließ mich eines der zwei Autos steuern, die uns zum Flughafen Stuttgart brachten. Nachdem wir diese in einem der Parkhäuser untergestellt hatten, ging es zu Fuß auf die unter diesen Umständen sehr lange Strecke zum Flughafen.
Im Terminal angekommen – das Zeiteisen zeigte ungefähr 5 Uhr – wurde eingecheckt und es gab eine kleine Diskussion zur Sitzplatzverteilung, die für mich anfangs etwas frustrierend ausging, aber am Ende hab ich mich dann doch mit dem etwas größeren Platzangebot eines Gangplatzes angefreundet. Im Flugzeug wurden wir durch das Bordpersonal wieder sehr gut unterhalten (man hatte ja einen Gangplatz und dadurch beste Sicht) und die Zeit verging buchstäblich wie im Flug.
Als wir am Ziel angekommen waren und unser Gepäck abgeholt hatten ging es mit der S-Bahn zum Praterstern und von dort mit der U-Bahn zum Hotel. Dort wurde sich umgezogen und es ging ab auf die Eisbahn.

Am Eistraum angekommen, trafen wir auf viele bekannte Gesichter, denn einige Eistreff-Stammgäste – darunter auch die Ice Freestyler Karlsruhe – waren bereits früher angereist. Letztere hatten noch eifrig die Werbetrommel gerührt und somit waren auch noch andere Freestyle-Gruppen vor Ort. Nachdem wir dann wir wie jedes Jahr die gute Eisqualität, das schöne Ambiente und die Gastfreundschaft Wiens genossen hatten hieß es dann am Abend: „Der Eistraum schließt für heute“ und wir freuten uns auf den nächsten Tag.

Am nächsten Morgen zog es mich nach dem Frühstück und einer Umziehpause trotz leichtem Schneefall wieder zum Eistraum, was sich im Nachhinein als großer Vorteil herausstellte. Einige Mitreißende schwächelten ein Wenig und stießen erst um ca. 14 Uhr dazu. Ein Vorteil deshalb, weil es um kurz vor 17 Uhr dann so stark zu schneien begann, dass wir uns zurück auf den Weg ins Hotel machten. Am Abend entschlossen sich dann einige thailändisch essen zu gehen, denn wie man hörte sollte sich ein gutes Restaurant in der Nähe unserer Residenz befinden. Allerdings war dann die Ernüchterung groß, weil an der vermuteten Stelle kein solches zu finden war. Aber wir gaben nicht auf und eine freundliche Polizistin machte kurzerhand den Stadtführer und brachte uns auf den rechten Weg, so dass wir nach längerem Fußmarsch doch noch ein passendes Etablissement gefunden hatten.
Zurück vom Thailänder wurden die zuvor aufgenommenen Kalorien wieder abtrainiert und am Abend lag ich wie ein Stein im Bett.

Am Morgen des dritten Tages wurden die Koffer wieder gepackt, ausgecheckt und diese deponiert. Nach dem Frühstück haben wir noch mal die Skates angeschnallt um uns ein letztes Mal sportlich zu betätigen. Gegen Abend ging es dann wieder per U- und S-Bahn zurück zum Flughafen.
Um das Gepäck aufzugeben muss man trotz des laufenden Umbaus noch immer kurzfristig in ein anderes Gebäude wechseln. Als das aber geschehen war, begann die Wartezeit bis zum Boarding, die jeder in der Gruppe auf andere Weise überbrückte. Den Rückflug haben dann einige – darunter auch ich – mit etwas gemischten Gefühlen erlebt. Zusätzlich zum durch Schnee und Eis verzögerten Abflug musste sich meine Wenigkeit ja wieder mit einem Gangplatz zufrieden geben, was wie eingangs erwähnt im Nachhinein gar nicht so schlecht war wie anfangs angenommen. Der Aus- bzw. Anblick war evtl. sogar besser als am Fenster, aber das sei nur am Rande erwähnt. Während des Fluges habe ich mich erstens etwas über die doch sehr stickige Luft im Flugzeug als auch über die einige Stunde zuvor verspeisten Käsespätzle geärgert, die zwar erstklassig geschmeckt hatten, aber eine träge Masse besaßen. Durch einige Turbulenzen wurde das Flugzeug doch etwas unruhiger als man das von den bisherigen Flügen gewohnt war und mein Magen zeigte an:“ Hallo, mich gibt’s noch und mein Inhalt beschäftigt mich.“ Glücklicherweise entschloss sich letzterer aber zum Verbleib im Körperinneren.
Nachdem wir zurück auf heimischem Boden unser Gepäck wieder in Empfang genommen hatten, war meiner Einer dann sogar froh um den etwas längeren Fußmarsch zurück zum Auto, denn nach einigen Minuten an der frischen Luft besserte sich mein körperlicher Zustand doch erheblich. Nach einer unerwartet hohen Parkgebühr für die wir auch eine ganze Woche hätten parken können, ging es über die Autobahn wieder zurück nach Hause.
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„Versuche nicht, deine Freunde zu ändern. Lasse sie so, wie Gott sie schuf. Nimm es dir nicht zu Herzen, wenn du nicht bist wie sie – auch du hast das Recht zu sein, wie du bist.“

Alfonso Milagro

Du Stoffel! – Eine Meinung.

Nachdem mir in letzter Zeit einige Male dieser Begriff über den Weg gelaufen ist, hat mich mein Interesse dazu getrieben mal ein wenig zu recherchieren. Die Suchmaschine hatte dafür gleich mehrere Seiten parat, die alle mehr oder weniger dieselbe Antwort lieferten. Eine Seite hob sich allerdings etwas davon ab. Auf deren Ergebnis möchte ich nachfolgend etwas näher eingehen.

Der Stoffel wird allgemein als unhöflicher, unfreundlicher und tölpelhafter Mensch beschrieben. Der Redensarten-Index geht da einen Schritt weiter und bezeichnet den Stoffel zusätzlich als schweigsamen und – eventuell auch anstatt – als einen dummen Menschen. Da wirft sich mir sogleich die Frage auf, ob es tatsächlich Menschen gibt und wenn ja wie viele, die aus obigen Eigenschaften sofort auf ein niedriges Bildungsniveau des Stoffels schließen. Am meisten irritiert mich dabei die Eigenschaft eher schweigsam zu sein, als einen Indikator für Dummheit zu sehen. Wie entstehen solche Vorurteile?

Die Allgemeinheit denkt wohl, wenn jemand zu einem Thema nichts zu sagen hat ist das gleichbedeutend mit mangelnden geistigen Fähigkeiten, wie die Dummheit laut Wiktionary definiert wird. Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus, kann Schweigsamkeit aber auch aus dem genauen Gegenteil resultieren, nämlich dann, wenn der schweigsame Mensch den restlichen Anwesenden geistig überlegen ist oder zu sein glaubt. Ebenso gilt auch noch heute die folgende Weisheit von Abraham Lincoln: „Es ist besser schweigend für einen Dummkopf gehalten zu werden, als den Mund aufzumachen und es zu beweisen.“ Ist es nicht angebrachter zu einem Thema, von dem man glaubt nicht ausreichend informiert zu sein, besser nichts als etwas unsinniges oder falsches zu sagen? Mit welchen Recht urteilen Menschen über andere, welche sie nicht kennen und auch nicht kennen können, weil diese ja schweigsam sind und auch nur deshalb, weil sie schweigsam sind? Warum geht man nicht den – eventuell schwierigeren, aber gerechteren – Weg und befasst sich mit der Person um herauszufinden, ob man so den ersten Eindruck verifizieren oder eventuell sogar revidieren kann? Die Antwort darauf steht bereits in der Frage: Weil es der leichtere Weg ist.

Die letzte Frage, die ich mir nun stelle ist folgende:

Zeugt es denn von geistiger oder charakterlicher Größe, einen Menschen nur nach seinem Auftreten zu beurteilen und nicht einfach mal zu versuchen hinter die Fassade zu blicken?