Blog-Classics: TIME WARP war mal wieder Weltklasse!

Zur Zeit hat uns das Corona-Virus voll im Griff, Bars, Cafés und Restaurants bleiben geschlossen. Die Menschen sollen generell das Haus so selten wie möglich verlassen und die sozialen Kontakte auf das Nötigste beschränken. Leider finden deshalb auch keine Konzerte und sonstige Veranstaltungen statt. Die Stadt Karlsruhe beispielsweise hat per Allgemeinverfügung die Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen bis zum 19. April verboten. Deshalb wurden einige Veranstaltungen für die ich bereits Karten habe auf einen späteren Termin verschoben. Quasi aus Trotz habe ich mich nun entschlossen den ältesten Classic-Beitrag bei dem es um einen Veranstaltungsbesuch meinerseits geht aus dem Jahr 2007 zu veröffentlichen, bitteschön:

TIME WARP war mal wieder Weltklasse!

Nachdem die Fahrgemeinschaft organisiert war und der Treffpunkt, sowie die Zeit bereits fest standen, wurde von der Mehrheit (die Formulierung ist bewusst so gewählt) entschieden, erst nach Ende des Boxkampfes MaskeHill zu fahren. Die Mehrheit war sich ebenso einig, dass dies den Abfahrtszeitpunkt nicht wesentlich nach hinten verlagern würde, weil alle mit einem kurzen K.O.-Sieg von Virgil Hill gerechnet hatten. Aber Herr Maske wollte uns diesen Triumph nicht gönnen und zelebrierte stattdessen seinen eigenen in Form des Sieges über 12 (!) – in Worten: “Zwölf” – Runden.

Das Resultat war, dass wir erst um 1:00 Uhr endlich die heilige Halle betraten. Was dann folgte war allerdings Entschädigung genug. Ich denke die Tatsache, dass wir diese ziemlich erschöpft um 8:00 Uhr wieder verlassen haben, spricht für sich.

Als kleines Dankeschön für die Voranmeldung, hat meine Wenigkeit am KWICK!-Stand eine nette Doppel-CD erhalten. Diese wird wie einige andere, die noch auf meinem Schreibtisch lagern, auf der Website online gestellt, sobald mein Scanner wieder tut.

Anmerkung: Da gibt meiner Einer viel zu viel Geld für einen Marken-Scanner aus und dann will der Support erst keine XP-Treiber anbieten. Nachdem wahrscheinlich hunderte von Beschwerdemails beim Support aufgelaufen sind – eine davon war meine – kann der Treiber inzwischen heruntergeladen werden…aber er funktioniert leider nicht…Weltfirma, mann, mann, mann.

Ha, verarscht

Eigentlich…. ja, eigentlich hatte die KWICK!-Community angekündigt Ende August ihre Pforten zu schließen. Es wurde inzwischen aber wohl ein Investor gefunden, der die Plattform weiterführen wird. Diese Information wurde bekannt als dieser Blogbeitrag bereits so gut wie abgeschlossen war. Deshalb folgt er nun in etwas abgewandelter Form, bitteschön:

Beim einem routinemäßigen Einloggen (die Intervalle wurden in den letzten Jahren immer länger) auf http://www.kwick.de war oben im Mitteilungsbereich folgende Meldung zu lesen:

Nach über 18 Jahren schließt die KWICK! Community Ihre Tore zum 31.08.2019.”

Meine erste Reaktion darauf war dann auch der Gedanke, dass ich das schon viel früher erwartet hätte. Bereits als im Jahre 2006 WerKentWen live gegangen ist, war bei KWICK! ein steter Mitgliederschwund zu beobachten. Als dann ungefähr 5 Jahre nach dem Erfolg von WerKenntWen das soziale Netzwerk Facebook immer beliebter wurde, war das dann auch der Todesstoß für wkw, wie es unter den Mitgliedern liebevoll genannt wurde und KWICK! wurde noch irrelevanter. Facebook bot eine bessere Interaktion unter den Mitgliedern und die anfangs dort angebotenen Browserspiele hatten eine große Anziehungskraft.
Vor wkw gab es unter anderem studiVZ bzw. meinVZ. Die beiden Websites werden aber hauptsächlich von Studenten und weniger von der breiten Masse genutzt. Für die Lokalisten, die auch über die Grenzen Deutschlands expandierten, lief  sogar ein Werbespot im überregionalen Fernsehen, zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis war die Plattform aber nie relevant und wurde 2016 geschlossen.

Es hatte alles so schön begonnen.

Gegründet als Infoboard zu örtlichen Veranstaltungen im Raum Stuttgart, expandierte KWICK! recht schnell und wurde so zu einem Vorreiter in Sachen Web 2.0 und einem der ersten – vielleicht sogar dem ersten – sozialen Netzwerk Deutschlands, damals noch unter der Bezeichnung Community. Das öffentliche Interesse war so gross, dass ComputerBild im Jahre 2014 einen Testbericht veröffentlicht hat. Häufige oder regelmäßige Leser dieses Blog (wenn es sie denn geben sollte) werden KWICK! bereits kennen, denn hier, da und dort wurde schon darauf Bezug genommen.

Wer jetzt noch keine Ahnung hat was KWICK! ist und sich fragt wie es so beliebt werden konnte darf gespannt sein, denn hier kommt die Erklärung:

KWICK! war anders gestaltet als man es von heutigen sozialen Netzwerken gewohnt ist. Man konnte seinen Benutzernamen frei wählen und anfangs war es so weit ich mich erinnere auch verboten seinen echten Namen öffentlich preiszugeben. Später wurde diese Regelung allerdings sehr gelockert. Im Magazin gab es täglich neue Nachrichten zum aktuellen Zeitgeschehen und zu internen Themen zu lesen. Im Forum konnten sich die Kwickies, wie sich die Mitglieder untereinander gerne nannten, über allerlei Themen austauschen. Es wurde auf Veranstaltungen in Discotheken im größeren Umkreis hingewiesen und dazu auch Fotogalerien veröffentlicht. Mitglieder konnten sich auf diesen Eventfotos verlinken und somit waren diese Fotos auf dem Benutzerprofil abrufbar. Inzwischen ähnelt der Aufbau der Wesite sehr dem von Facebook.

Die Profile waren innerhalb der Community meist für alle sichtbar, für einzelne Abschnitte konnten Privatsphäreeinstellungen gesetzt werden. Teilweise wurde auf diesen Profilen sehr konkret für sich geworben. Es war auch möglich eine spezielle Singleanzeige zu schalten.

Der Fokus lag damals im gegenseitigen Kennenlernen.

Hierzu dienten anfangs zum einen Kurznachrichten, wobei diese dann als PopUp aufpoppten und lediglich die zuletzt erhaltene Nachricht anzeigten, worauf man dann im Textfeld darunter antworten konnte. Startete man selbst eine Konversation, wurde im Fenster auch nur die zuletzt verschickte Nachricht an diesen Empfänger angezeigt. Später wurden die Kurznachrichten durch einen Chat ersetzt. Ebenso gab es die Möglichkeit Mails zu verschicken, welche dann im Postfach landeten und nicht sofort aufpoppten. Diese Mailadresse war anfangs auch von außen erreichbar. Hatte man sich auf diese Art und Weise online kennengelernt, konnte der Kontakt wenn gewünscht im Real-Life vertieft werden.

Im das zu verwirklichen wurden in verschiedenen Diskotheken zuerst Flirt & Fun-Partys organisiert bei denen man am Eingang – wie bei solchen Veranstaltungen üblich – mit einer Nummer ausgestattet wurde. Optional konnte man sich am KWICK!-Stand noch zusätzlich seinen Nicknamen aufkleben lassen. An diese Ständen war es auch möglich kleine Postkarten auszufüllen, diese mit der eigenen und der Nummer des Nachrichtenempfängers zu beschriften und von den freiwilligen Helfern an eine speziell dafür aufgestellte Wand pinnen zu lassen. Die erste Flirt & Fun-Party im CO2-Discopark in Karlsruhe fand irgendwann Ende 2003 oder Anfang 2004 (das genaue Datum war leider nicht zu ermitteln) statt.

Als diese regelmäßig stattfindenden Partys immer beliebter wurden, kamen noch diverse andere Mottopartys hinzu.

Die Party-Reihe KWICK! & Dirty erfreute sich der größten Beliebtheit. Dort war es angesagt zusätzlich zu den üblichen Nummern verschiedenfarbige Armbänder zu tragen, welche den anderen unmissverständlich die eigene Intention wiederspiegelten. Zusätzlich war die Animation an diesen Abenden immer recht freizügig.

Die Flirt & Fun-Partys waren damals mein erster Kontakt mit dieser Community und durch meinen Nebenjob im CO2 lag es nahe mich dort auch anzumelden, was am 09.08.2005 vollzogen wurde. Meine Mitgliedschaft dauerte bis dato 14  Jahre, wobei ich davon nur wenige Jahre wirklich aktiv war. Mein Blog wurde noch bis 2012 unter http://www.kwick.de/blog gepflegt, bis zum Umzug nach WordPress am 01. April. Inzwischen dient er noch als Blogarchiv, wobei die meisten wirklich lesenwerten Beiträge inzwischen als Classic veröffentlicht wurden. Es existiert auch eine Gedenkseite mit einigen Inhalten meines dortigen Profils.

Zum Schluss veröffentliche ich hier in alter Tradition noch das Zitat, das den Abluß meines Benutzerprofils bildet.

“Nicht steht mir zu, über eines anderen Leben zu urteilen.
Einzig für mich allein muss ich urteilen, muss ich wählen, muss ich ablehnen.”

Hermann Hesse, deutsch-schweizerischer Dichter

Umzug

Angefangen hat es mit einem Wunsch. Stefan braucht ein neues, mit weniger Aufwand wartbares, Design für seine Website. Beim erstellen neuer Seiten wurden mir die Grenzen meines HTMLTemplates, welches vor einiger Zeit mein damaliges in die Jahre gekommenes Design abgelöst hatte, nur allzu oft aufgezeigt und der damit einhergehender Ärger und Frust stiegen stetig. Also wurde überlegt was man tun könnte und nach einiger Zeit der Entschluss gefasst das ganze über ein CMS zu lösen.

Ein Blick lohnt sich

Die aktuellen Tarife* meines langjährigen Webspace-Providers* hatten durchaus etwas positives zu bieten, denn bereits im günstigsten Privattarif* ist die Möglichkeit gegeben ein solches zu installieren. Bleibt die Qual der Wahl welches und wie so oft macht eine große Auswahl* die Entscheidung nicht unbedingt einfacher. Die Tatsache, dass mein Blog, das vor Jahren in einem der ersten sozialen Netzwerke, die man damals noch anders nannte,  zum Leben erweckt wurde, inzwischen umgezogen ist, hat dazu geführt, dass es durchaus eine favorisierte Option gab. Die Anwendung hat sich von einem reinen Blogging-Diest zu einem brauchbaren CMS weiterentwickelt, also war nur noch das Finanzielle zu prüfen.

Durch die Möglichkeit sich für mehrere Jahre zu binden und einen damit verbundenen großzügigen Rabatt zu genießen, ist der Spaß dann auch erschwinglich. Mit dem vorbildlichen E-Mail-Support wurde die Art und Weise des bestmöglichen Umzuges geklärt was dann leider schlussendlich zu einer kleinen Ernüchterung geführt hat. Denn obwohl mein Blog als auch das CMS* vom gleichen Anbieter* sind, wurden zwar die Texte 1 zu 1 übernommen, u. a. bei den Formatierungen war allerdings ein Feintuning nötig. Auch mit der Verlinkung des Blog und generell beim Umstieg auf ein neues Design mussten noch einige Hürden genommen werden, was aber schlussendlich gelungen ist.

Et voilà

Die Website erstrahlt ab sofort in neuem (böse Zungen würden behaupten endlich mit einem) Glanz. Zusätzlich ist sie mit dem Weblog zu einer Einheit verschmolzen, was ich auch positiv sehe, denn es spart Arbeit, Zeit und Festplattenplatz, weil jetzt alles im Web erledigt wird. Mein lokal installierter HTML-Editor ist also ab sofort obsolet und kann weg. Ein regelmäßiges Backup werde ich trotzdem machen, denn man weiß ja nie…

Nach einer gewissen Einarbeitungszeit, könnte es sein , dass das Ganze noch etwas erweitert wird. Wir werden sehen…

„Ich mache, was ich will, was mir gefällt und wie es mir gefällt. Von dieser Einstellung getragen, wurde es immer besser.”

Michael Cretu, rumänischer Komponist, Konzertpianist, Musiker, Produzent, Sänger (* 1957)

Blog-Classics: Tristesse des Alltags

Mir viel auf, dass es mal wieder Zeit wäre für einen Blogeingtrag. Zudem beginne ich heute mit etwas, das ich schon länger plane. Nämlich hier immer mal wieder ältere Blogeinträge des Blog 1.0 bei KWICK! zu veröffentlichen. Die Rubrik habe ich Blog-Classics getauft – originell, oder nicht? Bitteschön, hier ein ehemaliger Blogeintrag, erstellt kurz nach dem Eislaufsaisonende im Eistreff Waldbronn aus dem Jahr 2011:

Tristesse des Alltags

Nachdem nun der Eistreff vor einiger Zeit sein Pforten schloss um den Frühling willkommen zu heißen, hat man wieder Zeit sich anderen Dingen zu widmen. Also hat sich meiner Einer wieder auf ein Buch gestürzt. Es war das erste von mehreren einer Buchreihe. Die Tatsache, dass es innerhalb drei Tagen gelesen war, brachte mich zum Entschluss die restlichen auch in Angriff zu nehmen.

Dietmar Wischmeyers Logbuch behandelt den Alltag, den wir alle tagtäglich erleben und seinen kleinen und großen Ärgernissen oder sonstigen Dingen, die einen fast in den Wahnsinn treiben. Nichts, auch nicht das kleinste Detail wird ausgelassen. Und zugegebenermaßen erkennt man sich in einigen Dingen selbst wieder. Zusätzlich sind unter jedem der Texte, von denen kaum einer länger als zwei Buchseiten ist, kurze Gedanken von Kassowarth von Sondermühlen, einer fiktiven Figur des Autors, notiert. Wer allerdings nicht damit umgehen kann, wenn mal einer kein Blatt vor dem Mund nimmt, sollte dieses Buch meiden.

Wen das aber nicht stört, wird denselben Spaß daran finden wie ich ihn hatte und bereits mit dem Nachfolger habe. Für alle Interessierten hier ein Textauszug:

Quelle: Eine Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten

Was ist es eigentlich, das uns täglich runterzieht und verzweifeln lässt: Es ist die ständige Wiederkehr des Banalen: das Brötchenschmieren, das Staubsaugen, das Tanken. „Wie oft“, fragen wir uns, wenn wir wieder mal an Säule 4 glasig in die Ferne starren, „wie oft muss ich hier noch stehen in meinem Leben?“ Das kann doch nicht alles gewesen sein auf Erden: an Säule 4 stehen und den Rüssel in den Fiesta halten? Doch wenn wir an der Kasse sind, wissen wir nicht einmal mehr, welche Säule es war: Tücke des Banalen, Tristesse des Alltäglichen. Das ganze Leben scheint angefüllt mit Handlungen aus dem Baukasten der Langeweile, die sich zu den immer gleichen Mustern Tag für Tag verknoten: Müll an die Straße stellen, Kontoauszüge abheften, Milchtüten aufreißen, und immer wieder tanken – doof an den Säulen stehen und in die Ferne starren. Immer den selben Satz lesen: „Bei Scheckbezahlung wird eine Gebühr von DM 0,50 erhoben.“ Hilfe, lasst mich hier raus! Um uns herum steht ein Zaun aus Geboten: „Bevor man auf die Straße geht, zieht man sich eine Hose an.“ – „Wenn die fette Pickelvisage aus der Tür guckt, sagt man ‚Guten Morgen, Frau Kleinert’.“ – „Steht der Zeiger auf ROT, dann muss man wieder volltanken.“ – Jeden Tag dieselbe Strecke ins Büro fahren. Da liegt schon seit drei Jahren ein modriger Teppichrest im Garten, vorm Baumarkt stehen Aluleitern und Betonmischer, an der Bushaltestelle: „Katrin, ich libe dich.“ – nur mit einfach „i“. Zwischen Zubringer und Finkenweg lohnt sich das Hochschalten in den Vierten eigentlich nicht, aber im Dritten ist es immer so laut. Man möchte sich halt beschäftigen und nicht nur bei heulender Maschine warten, bis der verfickte Finkenweg endlich kommt. Noch immer gibt es traumhafte Orte auf dieser Erde, Palmenstrände und endlose Wälder mit vielen Bächen, und wo sind wir jeden Tag? Im Finkenweg. Angesichts der Endlichkeit unseres Lebens gibt es eigentlich keine Rechtfertigung dafür, auch nur eine Sekunde davon in diesem widerwärtigen Drecks-Finkenweg zu vergeuden. Und doch zieht es uns magisch jeden Tag in diese städtebauliche Beleidigung, weil uns irgend jemand eingeflüstert hat, wir müssten einen Beruf ausüben, um zu leben. Und ein anderer hat uns gesagt, Filialleiter bei Fliesen-Heydrich sei ein ganz feiner Beruf, da könne man’s wohl aushalten. (…) Bonjour Tristesse. Gute Nacht allerseits.

“Wer einen Tag lang gelebt hat, hat ein Jahrhundert gelebt: dieselbe Sonne, dieselbe Erde, dieselbe Welt, dieselben Empfindungen; nichts gleicht dem Heute so sehr wie das Morgen.”

Jean de la Bruyère, französischer Philosoph und Schriftsteller

Blog 2.0 – O2dyssee

Jetzt ist es amtlich. Mein jahrelanges Blog auf KWICK! dient nun fortan als Blogarchiv. Die Zensur dort geht mir mächtig auf den Zeiger, deshalb geht es hier nun mehr oder weniger nahtlos weiter.

O2dyssee

Nachdem sich Nokia endgültig dafür entschieden hatte sein Handybetriebssystem zu Gunsten einer aktuellen Variante sterben zu lassen, hatte man sich ja noch mit aller Kraft dagegen gewehrt zu wechseln. Inzwischen ist der Wechsel aber vollzogen und die Zufriedenheit mit dem neuen System fällt positiver aus als erwartet. Ausschlaggebend dafür sind sicher die Hintergrundinformationen, die man bekommt, wenn man wie ich einen Programmierer kennt, der sich mit dem neuen Betriebsystem bereits einige Zeit befasst.

Die Suche nach einem neuen Telefon gestaltete sich allerdings schwerer als gedacht.

Ein Grund für den späten Wechsel war immer die Touchscreen-Bedienung. Irgendwie empfand ich die Haptik bei konventioneller Bedienung angenehmer. Deshalb war ich froh, ein Handy gefunden zu haben, dass zumindest noch mit einer vollwertigen Hardware-QWERTZ-Tastatur ausgestattet war und bestellte es bei einem großen Online-Versandhaus. Nach einiger Zeit des Wartens wurde es also mit Spannung ausgepackt und in Betrieb genommen. Darauf folgte eine herbe Enttäuschung. Sämtliche Versuche meinerseits die mobile Internetverbindung einzurichten schlugen fehl und mehrere Anrufe bei (mit meinem Vertrag kostenpflichtigen) Hotline des Mobilfunkanbieters sowohl der Hotline des Herstellers brachten auch kein positives Ergebnis. Interessanterweise wurde meine Vermutung eine zu alte SIM-Karte zu besitzen vom Mobilfunkanbieter nicht geteilt und immer wieder behauptet man habe die Karte getestet, sie müsse es können. Also lag die Vermutung nahe – und auch ein Besuch im O2-Shop brachte kein anderes Ergebnis zu Tage -, dass das Problem wohl beim Handy zu suchen war und es wurde schweren Herzens zurückgeschickt.

Danach war wieder einmal stöbern angesagt

Man setzt sich ja immer einige Vorgaben. Einige dieser werden heutzutage allerdings von sehr wenigen Mobiltelefonen erfüllt. Männer wetteifern ja sonst immer wer das größte hat, beim Handy ist das – zum Leidwesen einiger Weniger – leider umgekehrt. Glücklicherweise wurde die Produktpalette inzwischen um ein Wurstfinger-kompatibles Gerät erweitert, welches sich somit für meine Zwecke bestens eignet. Interessanterweise war es auch nicht viel teurer als das zuvor zurückgeschickte etwas ältere Modell. Als dann auch in diesem die Internetverbindung ihren Dienst verweigerte wurde mir dann seitens des Providers auch geglaubt und ich bekam eine neue SIM-Karte zugeschickt, welche mir auch nach einlegen in das Mobiltelefon sofort eine mobile Internetverbindung bescherte. Was bleibt ist der Wehmut über den Verlust der Hardware-Tastatur, allerdings auch mit einem lachenden Auge, welches auf die etwas besseren Empfangseigenschaften zurückzuführen ist. Man hat ja leider das Pech seit einiger Zeit in einem kleinen Funkloch zu wohnen. An einigen Stellen meiner Wohnung habe ich aber tatsächlich Empfang. Wobei hier der Grundsatz gilt: Je älter die Mühle, desto besser der Ertrag, denn mit einem Uralt-Handy, dass ich übergangsweise benutzte, war der Empfang wesentlich besser.

Jetzt, nachdem man sich einige Zeit ins neue Betriebssystem eingearbeitet hat und sich über die doch sehr intuitive Bedienung freut, ziehe ich das Fazit, dass ich den Schritt nicht bereue und mich auf die weiteren angekündigten Updates freue.

Noch eine Information am Rande: Es wurden wieder einige besuchte Veranstaltungen auf der Website hinzugefügt

“Ich hab viele Menschen gesehn, kann die wenigsten wirklich verstehn. Diese Erfahrungen machen mich scheu.”

Joachim Witt, deutscher Musiker und Schauspieler