Blog-Classics: Ein Blogeintrag von 2011, aktueller denn je? – Gedanken

Niemals hätte ich gedacht, dass einem ein geregelter Job (oder sind es doch die sozialen Netzwerke bzw. andere Verpflichtungen?) so vereinnahmen kann, dass man nicht mehr die Zeit und Muse findet seinen Blog zu pflegen. Nachdem nun seit meinem letzten Eintrag über ein Jahr ins Land gegangen ist, gibt es wieder einen Beitrag in der Kategorie Blog-Classics:

Jede dritte Ehe geht kaputt. In Großstädten nähert sich die Quote schon 50 Prozent. Fast die Hälfte der 2009 geschiedenen Paare hatten minderjährige Kinder. Mehr als 50 Prozent aller Scheidungen reichen Frauen ein.
(Quelle: Freizeit Revue)

Diese kurze Passage fand ich Wert ihr einen Blogeintrag zu widmen. So hat meine Wenigkeit doch mal wieder eine schriftliche Bestätigung dafür was ich schon länger predige und doch immer wieder abwertende Worte und Blicke dafür ernte. Es unterstreicht einmal mehr die Tatsache, dass es doch an mehreren Stellen unserer Gesellschaft ernsthaft krankt. Die Frage ist jetzt nur, ob das tatsächlich niemandem auffällt oder alle eben den vermeintlich einfachsten Weg gehen und mit dem Strom schwimmen. Vermeintlich deshalb, weil es bei näherer Betrachtung doch wohl um einiges beschwerlicher ist eine Patchworkfamilie zu managen als die (und ich verwende das Wort bewusst) spießige Variante. Zusätzlich sei erwähnt, dass es mir an diesem Wochenende vergönnt war solche Verhältnisse mit großem Entsetzen meinerseits einmal live zu erleben.

Ok, wenn man(-n) oder auch Frau sich nicht in ihrer bzw. seiner Freiheit beschneiden lassen möchte, dann sollte es doch zumindest möglich sein dafür zu Sorgen, dass nicht am Ende die Kinder die Leidtragenden sind. Wo bewegen wir uns hin, wenn man mal davon ausgeht, dass die Kinder von den Eltern lernen und das vorgelebte dann weiter so praktizieren? Da kann man doch nur besorgt in die Zukunft blicken. Harren wir der Dinge die da kommen werden.


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„Natürlich hauen Romney und ich uns auch mal verbal die Köpfe aneinander.
Das finde ich besser, als wenn sich Paare jahrelang «Herzchen» und «Liebchen» nennen, und eines Tages sagt einer von beiden: «Ich liebe dich nicht mehr.»“

Marius Müller-Westernhagen, deutscher Musiker, Schauspieler und Sänger

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