Blog-Classics: Invaders must die – Zuerst das Konzert, dann das Album

Leider ist der charismatische Sänger von The Prodigy vor zwei Monaten von uns gegangen. Nachdem nun einige Wochen der Trauer ins Land gegangen sind, habe ich mich entschlossen einen Beitrag von 2009, der nach meinem ersten und leider auch einzigen Konzert der Band entstanden ist, zu veröffentlichen:

Invaders must die – Zuerst das Konzert, dann das Album

Nachdem das Prodigy-Konzert am 21. November diesen Jahres in der Karlsruher Europahalle einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, hab ich heute auch das Album dazu erstanden. Das mit dem bleibenden Eindruck ist durchaus auch wörtlich zu nehmen, denn sämtliche Klamotten waren hinterher komplett durchnässt von meinem und von fremdem Schweiß. Aber man musste ja unbedingt in die dritte Reihe stehen *g*. Wobei man dort auch noch stehen konnte, hinter mir war das Gedrücke und Geschiebe nämlich so heftig, dass regelmäßig andere Leute hinter mir standen, bzw. in der Menge lagen. Also ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst und sich fragt, ob man so etwas noch ein zweites Mal erleben möchte, aber dazu sind wir dann doch wohl schon zu alt… Aber ich kann sagen: Einmal war ich dabei!

Auch die Support-Band war durchaus hörens- und sehenswert, wobei jeder Vergleich mit der folgenden Show schlecht ausfiel. Und insgesamt gesehen war das Konzert das Eintrittsgeld absolut Wert. Die CD wurde mit den anderen auf meinem Schreibtisch dann irgendwann auch online gestellt.

Das nimmt langsam Formen an…

Man besucht ja schon seit Jahren sehr verschiedene Konzerte. Dabei ist zu beobachten, dass sich die Ticketpreise seit geraumer Zeit verändern. Kurz gesagt, sie sind inzwischen so teuer geworden, dass man sich ernsthaft überlegt ob es einem die Sache überhaupt wert ist, selbst wenn es ein Künstler ist, der einen schon eine sehr lange Zeit seines Lebens begleitet.

Im Alter von 12 Jahren wurde ich durch die Sendung Die 80er mit Thomas Gottschalk und Günther Jauch (damals beide noch für einen öffentlich-rechtlichen Sender tätig) auf Phil Collins aufmerksam, der zwei Titel aus seinem damals aktuellen Album …but seriously vorstellte. Die norwegische Formation a-ha hat beispielsweise seiner Zeit das Motto der Sendung ernster genommen und zwei Lieder aus den 80ern präsentiert, aber vielleicht hatten sie auch gerade kein aktuelles Album am Start, wer weiß das schon.

Aber zurück zum Thema.

Wenn bereits das günstigste Ticket – ein Stehplatz im hintersten Bereich des Innenraums – über 100 Euro kostet, ist das eindeutig nicht mehr im Bereich dessen, was ich als einigermaßen vernunftbegabter Mensch (einige sind hier geneigt zu widersprechen…) zu bezahlen bereit bin. Nichts desto trotz werden die Veranstaltungen wohl am Ende ausverkauft sein, obwohl sich – zumindest meinem Empfinden nach – immer häufiger über Geldmangel beschwert wird, aber das ist ein anders Thema.

Meiner einer hat sich kurzerhand umentschieden und besucht nun quasi aus Trotz und weil ich Herrn Collins bereits einmal als Frontmann einer anderen legendären Formation  live erleben durfte, ein Konzert von Mike & The Mechanics, deren Gründer ja auch ein Mitglied von Genesis ist. Da werden noch moderate 60 Euro für die teuerste Kategorie verlangt und die Band steht meines Erachtens einem Phil Collins was den Unterhaltungsfaktor angeht in nichts nach. Ich werde mich auf jeden Fall überraschen lassen was einem da geboten wird. Schlechte Musik wird es auf jeden Fall nicht sein.